Demokratiecampus Turmschanze
Offene Stadt Der Demokratiecampus wird als offene poröse Stadt entwickelt, der (private) Grünflächen mit dem öffentlichen mineralischen Stadtraum verbindet, anstatt innen von außen zu separieren wie bei einer typischen Blockrandbebauung. Freiräume überlagern sich. Qualitäten werden verbunden. Grenzen werden aufgeweicht. Und Schwellenräume laden zum Durchwandern ein. Freiraum wird als Brache zur Aneignung angeboten, sodass die offene Stadt durch Bürger*innen immer wieder neu ausgeliehen, aktiviert und verhandelt wird. Netzwerk öffentlicher Raum Offen verbundene, durchwegbare öffentliche Räume und ein Wegenetz aus „Desire Lines“ – also von Menschen intuitiv gewählte Pfade – fördern eine demokratische Stadtkultur, indem sie spontane Begegnung, vielfältige Nutzungen und ungeplante Einmischung ermöglichen. Die öffentlichen Räume sind - ohne Konsumzwang - für jeden da. Sie laden bewusst Bürger*innen zur aktiven Teilhabe ein anstatt sie zu lenken. Sie schaffen Orte für positive Konfrontation zwischen verschiedenen Perspektiven. Das Stadtgefüge wird dadurch nicht nur durchlässiger, sondern auch sozial lebendiger – ein Raum, in dem Demokratie im Alltag sichtbar und erfahrbar wird. Anthropozäne Demokratie Im Sinne des „Parliament of Plants“ versteht sich der Demokratiecampus als ein erweitertes demokratisches Modell, welches auch nicht-menschlichen Akteuren – Flora, Fauna und ökologische Systeme – eine Stimme gibt. Durch integrative Freiraumgestaltung, artenfördernde Strukturen und ökologische Kontinuitäten wird die natürliche Mitwelt nicht nur mitgedacht, sondern aktiv eingebunden und gestärkt. Der diverse Demokratiecampus wird so zum lebendigen Aushandlungsraum, in dem menschliche und nicht-menschliche Interessen koexistieren, sich sichtbar begegnen und gemeinsam Zukunft gestalten. Aneignung und Partizipation Der Demokratiecampus setzt
Status
Beitrag Wettbewerb
Typologie
Campus
Ort
Magdeburg (DE)
Jahr
2025
Aufttraggebende
Immobilien- und Projektmanagementgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH
Leistungen
Beitrag zum städtebaulichen Ideenwettbewerb "Turmschanze Nord in Magdeburg"
Größe
2.600 m²
Besonderheiten
Intuitive Abstraktion als architektonischer Ausdruck, Urbane Akupunktur, Anthropozäne Demokratie
Team
PRSch mit ensphere





